Helfersyndrom

10. Feb 2022Karoline  Heling
Helfersyndrom

HELFERSYNDROM

Wir bringen unseren Kindern früh bei hilfsbereit zu sein, anderen die Hand zu reichen und zu teilen. So bald man erwachsen ist, läuft man Gefahr „zu viel“ zu helfen, oder vielleicht aus den falschen Gründen. Nicht selten bekommen hilfsbereite Menschen dann den Stempel „Helfersyndrom“ verpasst. In unserer Gesellschaft ist nicht viel Platz für soziale Gesten, es ist nicht immer „cool“. Oder es wird schnell kaputt analysiert. Sind es vielleicht falsche Beweggründe? Natürlich gibt es Menschen, die sich sozial engagieren, um einen bestimmten, persönlichen Zweck zu erfüllen (Ego) oder um eine Gegenleistung erwarten. Dann gibt es Menschen, die eine tiefe Befriedigung darin erfahren, anderen zur Seite zu stehen, ihnen eine Freude zu machen und sie in Krisen zu unterstützen. Sie tun dies aus tiefstem Herzen und werden dadurch mit einem Gefühl der Zufriedenheit belohnt. Fälschlicherweise wird besonders gerne Ihnen das „Helfersyndrom“ nachgesagt. Sie würden es nur tun um sich besser (als andere) zu fühlen. Ich frage mich, darf man eine tiefe Genugtuung verspüren, wenn man jemanden helfen konnte? Ich glaube sogar, dass wir Menschen eigentlich nur aus diesem Grund hier sind. Um auf einander zu achten, uns zu kümmern, um unsere Nachbarn, Freunde, Tiere und die Natur. Wenn alle so empfinden und handeln würden, würde es niemanden mehr an etwas mangeln. In der spirituellen Szene geht es viel um die persönliche Entwicklung. Es werden unglaublich teure Seminare zur Selbstfindung angeboten. Es ist natürlich wichtig sich und seine Themen zu (er-) kennen. Aber wodurch reifen wir wirklich? Durch Seminare? Wenn ich die Tiere beobachte und befrage, dann zeigen sie uns jeden Tag aufs Neue worum es geht. Nur um LIEBE. Sie dienen uns. Unermüdlich helfen sie uns zu diesen Erkenntnissen zu gelangen. Sie leben im Einklang mit ihrem Ego und können eigene Befindlichkeiten jederzeit hintenanstellen. Sie lieben uns auch mit unseren hässlichsten Seiten und nicht nur wenn oder weil wir ihnen etwas zurückgeben. Wir können so viel von ihnen lernen und sollten uns die Schlichtheit ihrer Lektionen nicht kaputt reden.

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